Fotozeitschriften auf dem Deutschen Markt.

By | Mittwoch, November 19, 2014 Leave a Comment
Bildquelle: neugi85
Verlage nennen es Medienkrise, andere sprechen vom Medienumbruch: Auch bei den Fachzeitschriften für Fotografie zeigt der Daumen eher nach unten als nach oben - aber nicht immer und nicht bei allen. 
Zitat heise.de 
Vor einigen Tagen habe ich diesen Artikel hier bei heise.de gelesen. In dem Artikel wird darüber berichtet die die Verkaufszahlen der verschiedenen Foto-Magazine u.a. rückläufig sind.


Wie sehe ich das?
Es verwundert mich ehrlich gesagt nicht, das manche Magazine weniger gekauft werden oder rückläufig sind. Wenn man am Anfang der Fotografie steht, saugt man sowieso jede Info auf die man bekommen kann und kauft so ziemlich alles was einem an Heften interessant erscheint. Aber sobald man ein gewisses Stadium und Können erreicht hat werden die oft immer wiederkehrenden Tutorial-Themen bzw. Foto-Praxis-Tipps langweilig. Meiner Meinung nach gibt es kaum Magazine die wirkliches weiterführendes Profi-Wissen vermitteln. Vieles ist auf Einsteiger/Anfänger ausgerichtet! Und das kommt immer wieder... Stellenweise anders Aufbereitet oder in Sonderheften mit sogar denselben Beitrags-Bildern!

Hier kaufe ich auch nur noch sporadisch mal ein Heft falls mal ein interessanter Bericht über ein Thema drin ist. Das ist zur Zeit der einzige Kaufgrund- nicht die Tutorial oder Praxis Tipps. 

Bei Photoshop sieht es auch nicht besser aus:
Im Bereich Photoshop ist es noch gravierender! Hier ist das Angebot auf 2-3 Hefte beschränkt. Es wiederholen sich in diesem Bereich die Themen eher seltener aber hier sind die Tutorials manchmal zu ungenau erklärt. Da man nicht jeden Schritt mit Bildern begleiten kann sollte man in Worten um so besser erklären. Außerdem sind die Tutorials meist selten komplex und vermitteln eher selten High-End Profi Techniken zur Bildbearbeitung (oder wie man diese auch nennen mag).

Das ist jetzt verpauschalisiert, trifft aber nicht immer und auf jedes Heft zu. Allerdings ist die Qualität immer schwankend was eine genaue Differenzierung schwierig macht.

Was mir aber generell Auffällt ist, dass Ausländische Magazine im Foto & vor allem im Photoshop Bereich die von mir bemängelten Missstände besser kompensieren können. 
Es gibt Heft-Reihen die vom Namen her 1:1 wie die englischen Magazine heißen, allerdings nicht denselben Inhalt bieten. Was ich schade finde weil die Englischen meist die Interessanteren Artikel haben. 

Der Preis:
Was sicherlich auch nicht ohne ist, ist der Preis. Während "normale" Foto-Magazine so um die 5-7€ kosten sind doch die "Praxis-Hefte", also die Art von Heften die nur Fachwissen vermitteln und ohne Tests und sonstige Berichten auskommen mit knapp 10€ ziemlich happig. Zumal der Heft-Umfang an Seiten relativ gleich ist. Gerade hier ist es extrem -> Mir ist schon oft Aufgefallen das viele Themen einfach nur anders Verpackt werden und einfach in anderen Heften "Updates" zusammengefasst sind und sogar dieselben Beitrags-Bilder haben. Ich weiß nicht warum ich dann hier ein monatliche Erscheinendes Heft für 10€ kaufen soll (davon gibt es dann ein paar jeden Monat) wenn sich alle 2-3 Monaten die Themen überschneiden bzw. wiederholen.


Mein Vorschlag wäre hier: Weniger um die Auflagenzahl jammern und lieber mal die 
Themenausrichtung überdenken. Und vor allem der Preis! 
Vielleicht sollte expliziter zwischen Einsteigern/Anfängern und fortgeschrittene/Profis separiert werden. Wäre es evtl. nicht besser weniger Hefte, dann aber mit mehr Inhalt auf den Markt zu bringen?


Fazit:
Das ist so in etwa meine Meinung dazu - Wenn ich schon so viel Geld für diese "Fachmagazine" ausgeben soll dann bitte so, damit ich auch als fortgeschrittener regelmäßig was damit anfangen kann! Und BTW, Ebooks bzw. PDF ist eigentlich nur selten eine alternative für mich, da bin ich altmodisch und hab lieber was zu blättern.


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